Ohne Leser keine Kekse!

Jemand mit Notebook auf dem Schoss. Auf dem Display mein Blog.
Was wird denn da gelesen?

Bevor ich anfange: Ja, mir ist klar, dass die Überschrift politisch nicht ganz korrekt ist. Doch es sei dir versichert, dass ich weder Chauvinist bin, noch aus anderen Gründen Frauen gesondert betrachten würde. Gemeint sind natürlich auch die Leserinnen! Ich tue mich lediglich schwer mit dem Kombinieren beider Ansprachen gleichzeitig. Hin und wieder springe ich über meinen Schatten. Aber mal unter uns: Ich sehe in der Bezeichnung kein Geschlecht; in der gezwungenen Kombination allerdings einen subjektiven Malus in Sachen Ästhetik. Also möge es mir jede Betroffene bitte verzeihen. Es sei versichert: Ob blond, ob braun… ;-)

Aber kommen wir zum Thema! Beim #webmasterfriday geht es diese Woche um die Leser und welche Bedeutung deren Zahl für uns Autoren hat. Der Stellenwert, den ich meinen wie auch immer geschlechtlichen Lesern einräume, dürfte aus der Überschrift weitestgehend hervorgehen. Dennoch möchte ich diese Gelegenheit beim Schopf greifen und detaillierter darauf eingehen.

Es gibt in meinen Augen für Autoren nichts Wichtigeres als Leser! Natürlich nur bis zu einer gewissen emotionalen Grenze, obgleich meine Frau meine Beziehung zu meinen Lesern gelegentlich eher als grenzwertig beurteilt. Es sei ihr und dir versichert, dass das zwei grundverschiedene Dinge sind. :-)

Wie gesagt, kann man den Stellenwert der Leser nicht hoch genug bemessen. Jeglicher geschriebene Text – Buch, Blog, Gedicht u.v.m. – sind nur Fliegendreck, der ziellos durchs All treibt, gäbe es niemanden, der es zur Kenntnis nimmt. Die Beachtung respektive das Lesen stellt dabei schon die erste Stufe einer nach oben offenen Skala der Wertschätzung dar. Dabei ist die Anzahl der Leser zunächst einmal nachrangig. – Zumindest sehe ich das so. Es liegt in der Natur der Sache, dass man als Autor dafür Sorge tragen möchte, die geneigte Leserschaft a) zu vergrößern und b) besagte Skala Schritt für Schritt hinauf zu geleiten möchte. Das steht vollkommen außer Frage.

Wenn ich mir die Besucherzahlen meines Blogs so ansehe, habe ich in den letzten Monaten einiges – aber mit Sicherheit nicht alles – richtig gemacht. Es grenzt an Perversion wie gut sich der Blog trotz mangelndem Leitmotiv entwickelt. Aber ich habe die stetig steigenden Zahlen nicht nur meiner blumigen Ausdrucksweise und jüngsten Social Media Fortschritten zu verdanken. Eine Handvoll meiner Stammleser haben einen beileibe nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen – und ich hoffe, dass ich ihnen weiterhin so viel Freude bereite. Denn auch diese Synergie-Effekte in Form von analoger und digitaler Mund-zu-Mund-Propaganda sind eine Stufe auf dem Pfad der Wertschätzung. Ich bin mir bewusst, dass ich diesen lieben Menschen viel verdanke und hoffe, dass sie sich wiederum meiner Dankbarkeit gewiss sind! :kiss:

Ja, der aktuelle Trend macht mir Lust auf mehr. Das gebe ich unumwunden zu. Warum aber auch nicht? Ich bekomme viel positives Feedback – auch abseits öffentlicher Schauplätze wie den Kommentaren. Natürlich ermutigt mich das und lässt die Finger wie von selbst die Tastatur bügeln. Ich sehe das hier alles im Licht der Unterhaltung. Dass ich bereits Leser unterhalte mit meinen mal mehr, mal weniger geistigen Ergüssen, wird mir ohne Nachfrage mitgeteilt. Warum sollte es also nicht noch mehr Leute geben, die sich von mir auf diese Weise unterhalten lassen möchten? Ich strebe nicht einen irrwitzigen Weltherrschaftsplan an. Ich bin mir auch bewusst, dass diese Form der Unterhaltung ihre Grenzen bezüglich der Größe eines geschätzten Auditoriums hat. Aber hey, wenn es auch nur ein paar Leute da draußen gibt, denen mein Geschreibsel gefallen würde und vielleicht sogar mit einem Lächeln den Tag versüßen könnte, dann hat dieses Streben für beide Seiten einen Sinn. :-) Ich habe Spaß am Schreiben und der wiederkehrende Leser offensichtlich am Konsum dessen was ich so produziere. Es ist also eine Win-win-Situation. Und unterm Strich hat der Genuss der von mir zusammengeschusterten Buchstaben mit Sicherheit weniger Kalorien als Schokolade, aber dennoch auf manche dieselbe Wirkung. ;D

Um also nochmal zusammenfassend auf die Fragestellung des #webmasterfriday zurückzukommen: Für mich zählt in allererster Linie, dass all dies hier überhaupt jemand liest. Wie viele es sind, ist ein Schritt in der Denkweise, der zum Einen nachrangig sein sollte; zum Anderen – obwohl ich diesem Gedankengang bereits folge – irgendwie einen vermessenen Beigeschmack hat. Denn unabhängig von jedweder Art des Erfolges sollte die Metaebene, auf der man sich mit seinen Lesern trifft, immer im Fokus stehen. Denn: Ohne Leser keine Kekse! :shock: ;-)

P.S.: Auch der Austausch zwischen Lesern und Autor via Kommentar ist eine Sprosse mehrfach beschriebener Leiter… :oops: :D
Autsch, wer hat denn hier schon wieder einen Zaunpfahl liegen lassen? Es wird wohl besser sein, wenn ich damit winke ehe sich noch jemand stößt… ;-)

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Comic-Bild Gregor

Über den Autor

Ich bin Fachinformatiker, Berliner und ganz offensichtlich ein verrückter Blogger. Je nachdem überwiegt das ein oder andere.

Wer mehr über mich erfahren möchte, kann dies auf der „Über mich”-Seite tun, das Kontaktformular nutzen oder mich in einem der sozialen Netzwerke aufsuchen:

4 Kommentare zu „Ohne Leser keine Kekse!

  1. Mit wachsender Begeisterung folge ich nun schon etliche Zeit Gregor auf Google Plus. Dass er seinen Blog „wiederbelebt“, sehe ich als Schritt in die richtige Richtung.
    Unser Handeln in den Sozialen Netzwerken gelangt irgendwann an einen Punkt, da muss man sich entscheiden: Blog oder … was mache ich hier nur?
    Eigene Gedanken lassen sich nun mal schwer in 140 Zeichen oder maximal 80 Zeichen als Text in einem FB/G+ Post wiedergeben! Das Bloggen ist damit eine zwangsläufige Entwicklung, wenn man MEHR(WERT) mitzuteilen hat als das übliche.

    Ich – als Deine geneigte Leserin – freue mich sehr über Deine Artikel hier. Weiter so!

    Mit wertschätzenden Grüßen

    Sybille

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  2. „(…) im Licht der Unterhaltung.” Ja, Gregor, das ist wohl der Dreh- und Angelpunkt. Und Du möchtest doch an die Kekse.

    Blogschreiberei ist für Dich wohl keine Achmiristsoolaaangweiligzeittotschlagerei.

    Seinen Ausdruck finden. Seine Themen.
    Und eine Fuhre Sendungsbewußtsein ist die Würze, transportiert durchs Unterhaltende.

    Aufklärung, Weltverbesserung, Missionierung, Menschheitsrettung – das sowieso. Ein ganzes Orchester bietet das längst an, großartige Solisten seit Generationen.

    Aber die eigene kleine Ecke, die Schar der Jünger und Jüngerinnen, dieser Funken persönlicher Berufung, die Freude am Blog… das ist der Sprung fort von den Großen PlattFormen. Die dienen doch weiterhin gern als – diesunddas.

    Aber die eigene kleine Ecke, da weiß man(n), was man(n) hat. Zu sich finden, Heimat schaffen.

    Ach, wie wunderbar es sein kann im Wehwehweh!

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  3. Nein, Hermann, „Achmiristsoolaaangweiligzeittotschlagerei“ ist es wahrlich nicht. :-)

    Doch letzten Endes kann es nur ein wunderbares WWW sein, wenn man auch die digitalen Wege nicht allein beschreitet. Und so mancher Krümel wird eines Tages ein schmackhafter Keks. :D

    In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende, Hermann :-)

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