Das 11. Türchen

Weihnachten naht und die sogenannte zivilisierte Welt verfällt in einen gnadenlosen Kaufrausch.

Öffnungszeiten und Dispokredite werden gleichermaßen ausgereizt und kein Feiertag ist mehr heilig, wenn es darum geht für wirklich jeden den letzten Schrei ergattert zu haben.

Vor dem Hintergrund dieses alljährlichen Wahnsinns finde ich die heutige Frage von Ingo doch recht interessant:

Wie wichtig ist Geld für Dich?

Geld regiert die Welt

Ist das so? Wirklich? Oder bilden wir uns das nur ein?

Es ist unumstritten, dass wir in der Welt, wie wir sie gestaltet haben, Geld zum Überleben brauchen. Zumindest wenn man sich ein Stück weit eingangs erwähnter Zivilisation anpassen möchte bzw. sich darin wohlfühlt.

Doch welchen Stellenwert hat Geld bzw. das Erlangen von Geld?

Ich für meinen Teil sehe das relativ pragmatisch:

Ja, ich brauche eine gewisse Summe X um so leben zu können, wie ich es für richtig und angenehm empfinde.

Klar, ich habe auch Träume und Wünsche, die sich nur mit entsprechend Kapital verwirklichen lassen werden.

Allerdings habe ich auch gelernt, dass man nicht alles haben muss und kann, dass es weit wichtigeres im Leben gibt als Geld und das, was man sich davon kaufen kann!

Das fängt bei der eigenen Gesundheit an, geht über das Glück bis hin zu Liebe und echter Zufriedenheit.

Insofern spielt Geld für mich nur eine untergeordnete Rolle.

Das heißt aber nicht im Umkehrschluss, dass ich es jetzt total ignoriere oder blauäugig in die Zukunft schreite. Ich denke schon wirtschaftlich und muss auch gucken, dass Summe X auch wirklich vorhanden ist.

Aber mein Bestreben, Summe X deutlich zu übertreffen, ordnet sich einer Vielzahl anderer Werte unter.

Versteh mich nicht falsch

Ich bin es gewohnt in fast allen Phasen meines bisherigen Lebens jeden Cent dreimal umzudrehen bevor ich ihn eventuell ausgebe.

Dennoch hätte ich kein Problem auch eine Million innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf zu hauen, wenn ich a) das Geld und b) mein Hirn an der Garderobe abgegeben hätte. :D

Doch wenn ich eines Tages das Zeitliche segne, kann ich weder die Ersparnisse, noch das, was ich mir von meinem Geld gekauft habe, mitnehmen. – Egal wohin und was danach ist.

Aber ich will Dir ein konkretes Beispiel für etwas geben, was man nicht kaufen kann und mich um Welten glücklicher macht als ein unerschöpfliches Vermögen es je könnte:

Dass bei mir einiges im Umbruch ist, ist kein Geheimnis. Das spreche ich offen aus. Und auch wenn dieser Gang über „Los“ natürlich keine Einkünfte einbringt, verändert sich einiges anderes.

Nun hatte ich die Idee mit dem Adventskalender hier. Doch zunächst blieben die Fragen weitestgehend aus. Ich hatte ehrlich gesagt große Sorge, ob das alles noch klappt. Zumal ich so nicht – wie eigentlich gedacht – schon im November einige Türchen vorschreiben konnte.

Doch kaum war das erste Türchen offen, prasselten die Fragen nur so auf mich ein. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Trotzdem mir zu jeder Frage schnell ein paar Stichworte im Kopf herumschwirrten, hatte ich doch noch die Sorge, dem in der Kürze der Zeit Herr zu werden.

Und ja, ich schreibe die meisten Türchen wirklich erst am Abend zuvor. Das ist positiver Stress.

Zu diesem Zeitpunkt ist oft nur noch wenig Saft auf dem was da zwischen meinen Ohren brutzelt.

Dennoch, denke ich, sind die Beiträge bzw. Antworten nicht ganz grundlos auf so positive Resonanz gestoßen. :-)

Doch worauf will ich hinaus?

Nun, trotz allem Enthusiasmus gibt es auch Hürden zu jedem Türchen. Und es fällt mir nicht immer leicht in eine passende Stimmung und Schreibfluss zu kommen.

Doch ein mir sehr, sehr wichtiger Mensch, der mir ohnehin wahnsinnig viel Kraft gibt, hat es – unbewusst oder bewusst – geschafft, mich in meinem derzeitigen Prozess dermaßen in der Spur zu halten, dass ich eine für meine private Umwelt spürbar gute Laune habe; Kreativität ist im Fluss, sodass ich teilweise schon zusehen muss wohin damit. :D

Menschen, die Dir so nah stehen, die Dein Leben nicht nur bereichern, sondern ein fester Teil dessen sind – die wirst Du für kein Geld der Welt bekommen. Die interessiert es auch nicht ob und wie viel Geld Du in der Tasche hast. Warum also sollte es Dich mehr als nötig beschäftigen?

Das ist es, was das Leben lebenswert macht! :-)

„Wir leben unser Leben
so wie es uns gefällt.
Wollen mit keinem tauschen,
denn uns gehört die Welt.
Behaltet eure Schlösser,
Reichtum, euer Geld.
Euch gehört ein Sack voll Gold,
doch uns gehört die Welt!“Refrain aus „Uns gehört die Welt“ von Saltatio Mortis

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Comic-Bild Gregor

Über den Autor

Ich bin Fachinformatiker, Berliner und ganz offensichtlich ein verrückter Blogger. Je nachdem überwiegt das ein oder andere.

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4 Kommentare zu „Das 11. Türchen

  1. Dir, lieber Gregor, und Deinem Sehr-sehr-wichtigen-Menschen weiterhin das allerbeste Imflußbleiben. Flüsse fließen. Das ist doch angenehmer als zu spuren und in der Spur bleiben zu müssen? Und ein Dank für Deine Mühen, die adventlich-geordneten… da öffnest Du Türchen… auch für andere. Kurzum: hab_t’s gut!

    Hermann

    Antworten
    • Ich danke Dir, lieber Hermann! :-)

      Man muss nicht immer spuren, um in der Spur zu bleiben. Manchmal reicht es auch eine angebotene Hand zu greifen und einen Weg gemeinsam anzutreten. :-)

      Nichts zu danken für die Türchen! Ich habe zu danken und sehr viel Spaß sowohl am Schreiben als auch an der Resonanz!

      Liebe Grüße in den Norden
      Gregor

  2. Hey Buddy, habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Dich mag und Deine Texte gern lese? Nein? Dann sei das hiermit nachgeholt. Tschakka. \o/

    Antworten

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