Das 3. Türchen

Ja, ich gebe zu, dass es mir in den Fingern gejuckt hat die heutige Türchen-Frage eigentlich auf einen Freitag zu legen. Da das aber ohnehin datumstechnisch nicht hinhaut, eben einfach am Donnerstag! :-)

Diese Frage stammt von Ulrike. Und ich bin jetzt schon gespannt, ob sie mit meiner Antwort zufrieden sein wird, obwohl ich ja gerade erst dabei bin sie niederzuschreiben. :D

Zufrieden übrigens im Sinne von ausreichend beantwortet, nicht um gleicher Meinung zu sein!

Doch was fragt sie mich eigentlich? – Richtig, kommen wir zum heißen Brei! ;-)

Freitag, der 13. – Aberglaube oder ernst zu nehmen?

Mein Alter Ego schaut erstaunt auf einen Tisch. Darauf eine Kristallkugel, die im Comic-Stil einen schlafenden Pinguin zeigt, der von seiner Liebsten träumt.
Magie? Zukunft! :-)

Aberglaube – ein gemeines Thema für einen Freund des Fußballs! :D

Nun, ich denke, dass Aberglaube so eine Sache ist, die man aus zwei Richtungen betrachten muss:

Die meisten Sinnsprüche, Ratschläge, Omen sind in meinen Augen – nimmt man das mystische Drumherum weg – auf demselben Level wie Haushaltstipps. Wer unter der Leiter durchgeht, hat den Schlag auf den Hinterkopf evtl. auch verdient. ;-)

Dazu kommt, dass viele dieser Dinge auch auf dem Alltagsleben längst vergangener Zeiten beruhen. Damit entbehren sie teilweise heute natürlich an Sinnhaftigkeit, sind historisch gesehen aber vielleicht ein netter Wink mit dem Zaunpfahl gewesen.

Die andere Sichtweise, die ich da sehe, ist die des Gewohnheitstieres. Hat man eine bestimmte Handlung in Serie nicht nur erfolgreich, sondern auf die gleiche Art und Weise durchgeführt, wird man auch zukünftig gleichermaßen an diese und ähnliche Aufgaben herangehen.
(Ich bitte für die Satzlänge um Entschuldigung, aber es floss so heraus… :D )

In diesem Sinne sehe ich Aberglaube in seiner eigentlichen Form eher als einen Mix aus Gewohnheiten, Vorsicht, aber auch Erfahrungswerten.

Und nach diesem Muster bin ich beileibe auch nicht frei davon! Allerdings hebe ich jedes Geldstück auf, was ich finde. Egal welche Seite oben liegt! :D

Aber bevor ich mich jetzt in allgemeinen Beschreibungen verliere, will ich auf die sehr konkrete Frage eingehen:

Freitag, der 13. eignet sich hervorragend um Gruselgeschichten auf Papier, die Leinwand oder ins Ohr zu bringen. Man kann sich damit auch für einen Tag gänzlich von Schuld an negativen Ereignissen und Ergebnissen befreien. Aber letztlich ist es ein Tag wie jeder andere. – Zumindest für mich. Ich habe an diesem Datum schon sehr schöne und auch traurige Dinge erlebt. Da gibt es weder ein Muster, was mich stutzen lassen könnte, noch sonst etwas sinnvolles. Auch die Zahl selbst hat in den unterschiedlichen Kulturen ganz andere Bedeutungen. Den einen bringt sie Glück, andere sehen sie als böses Omen. Die Wahrheit dürfte wohl in der Mitte liegen: Nämlich darin, dass es eine Zahl ist! ;-)

Abgesehen davon gibt es, um den Kreis zum vorhin erwähnten Sport zu schließen, natürlich ganz subjektive Bedeutungen für Zahlen. Nehmen wir beispielsweise die auf einem Trikot. Letztlich liegt es an der Sportlerin / dem Sportler und dem Grad der Ausgeglichenheit des Wettstreits, ob man gewinnt oder verliert. Dennoch habe auch ich da Zahlen eine größere Bedeutung beigemessen. Rational betrachtet ein wenig unsinnig. Dennoch muss auch die Rationalität dem Einfluss von Emotionen ihren Platz zugestehen.

Jetzt habe ich gerade das Bild eines Hundes vor Augen. Warum? Nun, hast Du schonmal zugesehen wie ein Hund ein neues Körbchen erforscht? Achte mal auf die Verteilung der Pfoten bei den ersten zaghaften Schritten hinein. Ein Bein wird immer draußen bleiben. Warum? Weil es damit auf sicherem, bekannten Terrain steht. Es gibt ein absolut irrationales und subjektives Gefühl von Sicherheit. Dass im Ernstfall das Monster hervorschnellt und alles außer diesem einen Bein mit einem Happs verschlingt, spielt keine Rolle. :eek:

Doch genau darum geht es beim Aberglauben und Gewohnheiten dieser Art: Das Gewinnen von Kraft auf der Basis subjektiver Sicherheit. :-)

In diesem Sinne: Komm gewohnt sicher durch diesen Tag und vergiss nicht einen Salzstreuer für alle Fälle dabei zu haben! :D
(Einfach ins Handtuch einwickeln ;-) )

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Comic-Bild Gregor

Über den Autor

Ich bin Fachinformatiker, Berliner und ganz offensichtlich ein verrückter Blogger. Je nachdem überwiegt das ein oder andere.

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