Das 6. Türchen

Das heutige Türchen ist etwas später dran als sonst. Das liegt daran, dass ich gestern noch bis spät in meiner neuen Wohnung beschäftigt war.

Dafür bitte ich um Verständnis. :-)

Dafür habe ich eine etwas andere Frage für Dich von Andy bekommen, die Dir sicher Spaß machen wird! Frei nach dem Motto sauer macht lustig. :D

Wenn es sauren Regen regnet. Wieso kommen dann keine Zitronen vom Himmel?

Nun zunächst einmal müssen wir ja feststellen, dass Zitronen -- so als Zitrusfrucht -- rein von Natur aus passionierte Sonnenliebhaber sind. Das ist natürlich noch kein Grund dermaßen mit dem Regen auf Kriegsfuß zu stehen, dass man sich nicht den freien Fall miteinander teilen könnte. Aber es gibt uns an dieser Stelle schonmal ein Motiv.

Hinzu kommt aber, dass Zitronen überaus wasserscheu sind. -- Natürlich brauchen sie das Wasser zum Überleben und Wachsen. Jedoch nur in geringen Mengen, sonst gehen sie ein.

Doch ich habe einen gutgläubigen Tag. Gehen wir also einmal davon aus, dass das Konfliktpotenzial seitens der Frucht mal gar keine Rolle spielt. Dann bleibt aber in jedem Fall eine Frage, die Du leider nicht gestellt hast, Andy:

Wie kommen die Zitronen nach oben, um dann mit den Tropfen gemeinsam zu springen?

Der gemeine Zitronenbaum wird so zwischen 3 und 7 Metern hoch. Je nachdem um welche Sorte es sich handelt, wo er steht und so weiter. Das ist beileibe kein kleiner Strauch mehr. Doch um in den Himmel zu gelangen, reicht es auch nicht aus.

In den Breitengraden, in denen wir leben, sind die Wolken, von denen aus die „Kunstsprunggruppe Regen“ ihre Artistik ausübt, etwa in einer Höhe von 10 km. Das heißt leider, dass so sehr wir einen Zitronenbaum auch verbiegen, wir rein physikalisch nicht in der Lage sind die Früchte auf diesem Weg zu ihren Fallschirmen zu katapultieren. Die dazu notwendige Berechnung erspare ich Dir. ;-)

Ich komme also zu dem Schluss, dass es nicht daran liegt, dass die Zitronen nicht ein gewisses Interesse am freien Fall hätten. Oder sich davor scheuen mit anderen ein Hobby zu teilen. Sie sind schlicht nicht in der Lage, einen entsprechenden Aufstieg anzutreten.

Doch was hat das nun für Folgen? Der Regen muss also stetig einsam seiner Sprünge fröhnen ohne jemals eine adäquate Begleitung an seiner Seite zu haben.

Die Trauer darüber ist verantwortlich für seine gemeinhin als „Tropfen“ bezeichnete Tränenform. Und an besonders schlechten Tagen beschäftigt den Regen diese Einsamkeit so sehr, dass er sich dermaßen echauffiert und sauer wird. Sauer auf einfach alles. Es zerfrisst ihn regelrecht.

Leider muss man dem Regen -- gerade in diesem Gemütszustand -- mangelnde Selbstbeherrschung attestieren. Es kommt durchaus vor, dass er aus diesem Ärgernis heraus eine gewisse Zerstörungswut an den Tag legt. Dies ist dann auch der Grund, warum er sehr schnell nach Wolkenkuckucksheim zurückkehrt. Das tut er nicht freiwillig. Er würde sicher lieber noch eine Weile in Gesellschaft am Boden bleiben wollen. Nein, er wird schlicht und ergreifend für sein Fehlverhalten bestraft.

:D

Ich hoffe, dass die Frage damit hinreichend beantwortet ist. Wenn Du also das nächste Mal einen Regentropfen findest, schenk ihm ein wenig Aufmerksamkeit. Er kann es gebrauchen! :-)

Und sollte Dich darüber hinaus die Frage beschäftigen was die Zitronen sauer machte, so kann ich Dir den wunderbaren Heinz Erhardt ans Herz legen. Er hat das in aller Kürze, aber klar nachvollziehbar beschrieben:

In diesem Sinne: Ich wünsche Dir einen schönen und besinnlichen 2. Advent und hoffe, dass Dir kein saurer Regen das Putzen der Stiefel erschwerte, sodass die Laus Niko Dir da etwas hinterlassen konnte. :-)

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Comic-Bild Gregor

Über den Autor

Ich bin Fachinformatiker, Berliner und ganz offensichtlich ein verrückter Blogger. Je nachdem überwiegt das ein oder andere.

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6 Kommentare zu „Das 6. Türchen

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