[Türchen 6] – Ein bisschen Frieden

Illustration: Mein Comic Alter Ego in einem Stiefel mit thematisch passender roter Mütze auf dem Kopf
Nikolaus Gregor

Na, ich hoffe mal, dass Du gestern Deine Stiefel / Schuhe ordentlich geputzt und heute die ein oder andere Kleinigkeit darin gefunden hast. :-)

Schließlich ist heute Nikolaustag!

Doch kommen wir zum heutigen Türchen des Adventskalenders.

Die Frage kommt von Bianca und lautet wie folgt:

„Wann gibt es endlich einmal Frieden?“

Türchen für Türchen nähern wir uns dem Weihnachtsfest.

Nun ist Weihnachten prinzipiell ein christliches Fest.

Die Werte, die neben den christlichen Elementen im Vordergrund stehen, sind meiner Meinung nach allgemeingültig -- oder besser: sollten es sein.

Denn im Fokus stehen (Nächsten-)Liebe und Frieden.

Deshalb finde ich es schön, mich heute zu einem dieser Werte äußern zu können, nachdem ich letztes Jahr zur Liebe auch schon etwas geschrieben habe. :-)

Wie gesagt, Weihnachten und Frieden gehören gedanklich zusammen.

So heißt es beispielsweise in „Kommet, ihr Hirten“:

„Nun soll es werden Friede auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen:“

Und in „Süßer die Glocken nie klingen“:

„S’ist als ob Engelein singen
wieder von Frieden und Freud‘.“

Auch die Geschichte zeigt, dass sich selbst in dunklen Zeiten mit dem vielzitierten Geist der Weihnacht Frieden -- zumindest temporär -- schaffen lässt.

Damit meine ich den sogenannten Weihnachtsfrieden im Ersten Weltkrieg.

Ein Stück Menschlichkeit, ein Licht in der Dunkelheit. Ein Ereignis, das man in seiner ganzen emotionalen Tragweite wohl kaum erfassen kann, wenn man es nicht miterlebt hat.

Saltatio Mortis haben das musikalisch -- wie ich finde -- schön aufbereitet.

Nun hast Du mit Deiner Frage, Bianca, nach einem Zeitpunkt für den Frieden gefragt.

Damit setzt Du voraus, dass es dazu kommen wird.

Ich bin ein emotionaler Mensch. Manchmal auch ein Stück weit naiv und treudoof.

Doch ehrlich gesagt, glaube ich nicht daran, dass es zu einem weltweiten dauerhaften Frieden kommen wird.

Auf der einen Seite haben wir Menschen Grundbedürfnisse wie Nähe und Anerkennung, die eigentlich -- von allen gleichermaßen gelebt -- dafür sprechen würden.

Doch dem Cocktail muss man auch Gefühle wie Ängste und Neid hinzufügen, damit ein Mensch dabei herauskommt.

Und an der Stelle scheitert es langfristig gesehen, meiner Meinung nach.

Vom Prinzip her und absolut idealisiert könnte es sofort Frieden geben, wenn alle wollen und auch nach diesem Willen Hand in Hand handeln.

Auch, wenn ich nicht davon ausgehe, dass es dazu kommen wird, so ist eines unangefochten wichtig:

Wenn wir aufhören danach zu streben, kann es auch nie passieren.

Deshalb sollte jeder Mensch, der Frieden anstrebt, schlicht danach handeln und seinen Teil dazu beitragen.

Mehr kann man nicht tun.

Schließen möchte ich mit einem Zitat von Leonardo da Vinci und wünsche Dir und Deinen Lieben einen schönen Nikolaustag und uns allen ein wenig mehr Frieden.

„Wo die Liebe beginnt, hört die Gewalt auf. Liebe siegt über alles.“

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Comic-Bild Gregor

Über den Autor

Ich bin Fachinformatiker, Berliner und ganz offensichtlich ein verrückter Blogger. Je nachdem überwiegt das ein oder andere.

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